Welcher Tennisschläger passt zu dir als Anfänger?
Als Einsteiger fährst du mit einem leichten Schläger mit großem Kopf am besten: 645 bis 740 cm² Schlagfläche, Gewicht bis etwa 275 g bei Damen und 290 g bei Herren, Schwerpunkt in der Mitte oder leicht Richtung Kopf. Diese Kombination verzeiht Fehltreffer, lässt sich leicht durchschwingen und schont Arm und Schulter – genau das, was in den ersten Monaten zählt.
Die drei Werte, die deine Wahl entscheiden
Die Kopfgröße ist die bespannte Schlagfläche; je größer sie ist, desto größer der Sweet Spot – der Bereich, in dem ein Treffer die beste Kombination aus Kontrolle und Kraftübertragung liefert. Triffst du daneben, verlierst du spürbar an Präzision. Die Balance sagt, wo der Schwerpunkt im Rahmen sitzt: kopflastig bringt Wucht von allein, grifflastig mehr Kontrolle am Netz.
Faustregel: Je größer der Kopf und je leichter der Rahmen, desto einfacher der Einstieg – und desto weniger Präzision bei hohem Tempo. Für die meisten Einsteiger sind Allroundschläger richtig. Reagiert dein Arm empfindlich, sieh dir Komfortschläger an, die Vibrationen stärker abfangen. Leichtere Modelle stehen unter Anfängerschläger für Damen; Kinderschläger sind nach Länge in Zoll gestaffelt, nicht nach Kopfgröße.
Griffstärke: der Wert, den du selbst prüfen musst
Die Griffstärke steht als L0 bis L5 auf dem Schläger, die Zahl steigt mit dem Griffumfang. So prüfst du sie: Umfasse den Griff am unteren Ende mit der Schlaghand – zwischen Handballen und Fingerspitzen sollte noch etwa ein Zeigefinger passen. Zu dünn heißt verkrampftes Halten, zu dick blockiert das Handgelenk. Im Zweifel nimm die kleinere Stärke: Mit Griffbändern und einem Overgrip baust du einen Griff um wenige Millimeter auf – dünner machen lässt er sich nicht.
Besaitet oder unbesaitet – und wofür der Aufpreis gut ist
Achte im Produkttitel auf den Lieferzustand: Viele Rahmen werden unbesaitet verkauft, die Besaitung kostet extra. Der Premier 110 von Prince etwa wiegt 265 g bei 710 cm² und wird unbesaitet geliefert, der Aggressor 112 von Wilson mit 280 g und 722 cm² kommt fertig besaitet. Ein Schlägerpaket liefert Schläger und Besaitung direkt zusammen. Kaufst du separat, reicht dir als Einsteiger eine Saite aus dem Bereich Komfort oder ein fertiges Saitenset. Der Aufpreis beim Rahmen kauft Stabilität bei schnellen Bällen – spürbar erst, wenn dein Schlag konstant sitzt.
Unsere Empfehlung von Tennis-Point
Du musst nicht blind kaufen: Über Testschläger bestellst du bis zu drei Modelle gleichzeitig für 15 € pro Schläger, spielst sie 10 Tage und schickst sie kostenlos zurück. Jeder kommt frisch besaitet und mit neuem Overgrip; kaufst du danach, bekommst du einen 15-€-Gutschein, einmalig einlösbar ab 40 € Einkaufswert.
Häufige Fragen zu Tennisschlägern für Anfänger
Was bedeutet die Angabe 16/19 beim Besaitungsbild?
Das Besaitungsbild nennt die Anzahl der Saiten: 16 Längssaiten und 19 Quersaiten. Bei Einsteigerschlägern sind 16/18 und 16/19 üblich.
Kopfgröße in Quadratzentimeter oder Quadratzoll – wie rechne ich um?
Beide beschreiben dieselbe Fläche: 710 cm² sind rund 110 Quadratzoll, 645 cm² etwa 100. Zahlen wie 100 oder 110 im Modellnamen nennen genau diese Kopfgröße in Quadratzoll.
Wie oft muss ein Tennisschläger neu besaitet werden?
Die verbreitete Faustregel: so oft im Jahr, wie du pro Woche spielst. Wer einmal wöchentlich spielt, lässt also etwa einmal jährlich neu besaiten.
Wann wechselt man auf einen Schläger für Fortgeschrittene?
Sobald du den Ball zuverlässig zentral triffst und dir Kontrolle fehlt. Schläger für Fortgeschrittene liegen bei 615 bis 645 cm² und ab 275 g (Damen) beziehungsweise 290 g (Herren), Turnierschläger bei 300 g und mehr.