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Clevere Trainingsspielchen ohne Trainer - Teil 2
Neben der Matchpraxis solltest Du auch regelmäßige Trainingseinheiten einstreuen, in denen Du Deine Technik, die Taktik oder natürlich auch Deine Ausdauer steigerst. Hier präsentieren wir Dir wieder ein paar Ideen für Trainingseinheiten zu zweit oder zu viert.
Hoch das Bein – für bessere Koordination
Im letzten Teil der Trainingsspiel-Serie haben wir Euch Übungen vorgeschlagen, mit denen Ihr Konstanz, Rhythmus und eine sauberer Technik Eurer Schläge verbessern könnt. Heute geht es zunächst um Verbesserung der Koordination. Die Übung ist denkbar einfach und sollte erst durchgeführt werden, wenn beide Spieler sich ausreichend warm gespielt haben.
Und nun geht es los: Ihr spielt Grundschläge von der Grundlinie und jeder muss das „Nichtstandbein“ hochheben, bevor er oder sie den Ball trifft. Also bei der Vorhand eines Rechtshänders das linke Bein, der Rest erklärt sich von selbst. Durch das einbeinige Schlagen bist Du gezwungen, Dich besonders gut in Stellung zu bringen, denn sonst wird der Schlag nur schwierig auszuführen sein. Du schulst dadurch einerseits die Koordination beim Schlag. Außerdem wirst Du schon nach ein paar Bällen merken, wie wichtig es ist, schnell in die ideale Schlagposition zu kommen. Zwischen den Schlägen bewegst Du Dich ganz normal auf zwei Beinen. Wenn das mit den Grundschlägen klappt, probiert dieselbe Übung mit langen Volleys am Netz. Besonders schön ist das Gefühl, wenn Ihr nach der Übung wieder auf beiden Beinen stehen und schlagen dürft.
Die „nur ein Grundschlag“- Übung  
Mit dieser Zweierübung trainierst Du Deine Beweglichkeit und Ausdauer. Und außerdem die so wichtigen „Inside-out-Schläge“, die uns die Profis regelmäßig in Perfektion vorführen. Insight-Out ist in jeder Spielklasse eine tolle Variante, mit der Du den Gegner hin und wieder überraschen solltest. Auch diese Übung ist ganz einfach und findet im Wechsel statt: Wieder geht es um Grundlinienschläge. Allerdings spielt Spieler A langsame Grundlinienschläge, die mindestens einen Meter über das Netz fliegen mit maximal 60 Prozent Schwung. Spieler B sollte die Schuhe gut zuschnüren, denn er muss jeden Ball seines Trainingspartners mit der Vorhand nehmen – also jeden Rückhandschlag umlaufen. Das Spiel funktioniert besonders gut, wenn Spieler A seinen „Job“ ernst nimmt und erreichbare, aber dennoch variable Bälle spielt. Nach fünf Minuten wird die Rolle (Zuspieler und Übender) gewechselt, nach weiteren fünf Minuten startet dieselbe Übung mit der Rückhand.
Abwechslung ist Trumpf – jeder nur einen Ball
Diese Übung eignet sich gut als Warm-Up fürs Doppel. Ihr steht hintereinander an der Grundlinie und Spieler A spielt den Ball ins Feld. Danach wird immer im Wechsel geschlagen, bis der Ball tot ist. Alle Schläge sind erlaubt. Diese Übung verbessert Deine Spielbeobachtung. Du musst, wenn Du ideal für Deinen Ball stehen willst, sehr gut abschätzen, wohin der Gegner vermutlich schlagen wird. Denn Du kommst ja „von extern“ ins Spielgeschehen rein und musst unter Umständen blitzschnell reagieren. Außerdem hilft Dir die Übung dabei, die Bewegungen Deines Doppelpartners genau zu studieren, um selbst eine richtige Entscheidung zu treffen. Wenn die Übung mit „aus der Hand eingespielten Bällen“ funktioniert, ist eine weitere Variante, sie mit zweiten Aufschlägen zuspielen.
Cross als insight-out im Wechsel
Prinzipiell sollte die Warmschlagphase immer auch Longline- und Cross-Rallyes beinhalten. Die kannst Du aber mit einer kleinen Variation schnell zu einer effektiven Übung machen. Ihr spielt Crossbälle, wobei ein Spieler immer insight-out spielt. Spieler A spielt also ganz normale Vorhand-Cross-Bälle, die Spieler B, der extrem in der Vorhandecke steht, mit der Rückhand zurückspielt. Diese Übung ist ideal, um das Gefühl für Insight-out-Schläge zu schulen, um im Match mehr Varianten zur Verfügung zu haben.
Fieser Drill als Abschlussübung nach dem Training: Der Preller
Bei dieser Übung werden Koordination, Schnelligkeit und Ballgefühl geschult. Aber Vorsicht, die geht richtig in die Beine! Gespielt wird im T-Feld. Die Bälle werden ins gegnerische Feld geprellt, müssen also vor dem Flug übers Netzt im eigenen T-Feld aufkommen. Der annehmende Spieler muss ebenfalls prellen, also den Ball so annehmen, dass er wiederum im eigenen Feld vor der Netzüberquerung aufkommen muss. Als Lockerungsübung danach empfehlen sich ein paar leichte Volleys als Partnerübung, um die Handgelenke wieder in die richtige Position zu bekommen.
Return-Feuer (mit Ballkorb)
Der Return ist ein elementarer Schlag – das weiß jeder, der bei Punktspielen oder LK-Turnieren schon mal am eigenen schlechten Returnspiel verzweifelt ist. Diese Übung ist nur mit einem Ballkorb oder Balleimer sinnvoll. Die häufigsten Fehler entstehen beim Return durch einen zu späten Treffpunkt, und das erklärt sich ja von selbst, weil der Aufschlag (vom Schmetterball einmal abgesehen) nun mal der schnellste Ball ist, der uns von der Gegenseite begegnet. Ob Du zu denen gehörst, die durch den Aufschlag durchgehen oder eher zu denen, die ihn kurz blocken: Entscheidend ist ein hervorragendes Timing. Diese Übung gewöhnt Dich daran, schneller und präziser zu returnieren, weil Du noch weniger Zeit hast, als in einer normalen Matschsituation. Dabei wartet Spieler A auf seiner „gewöhnlichen“ Return-Position, Spieler B steht hinter dem Netz an der T-Linie und serviert von dort zweite Aufschläge. Das Tempo reicht voll und ganz, weil der Ball ja eine deutlich kürzere Flugbahn absolviert. Der Trainingseffekt ist einerseits die schnellere Reaktion, die dem Returnspieler abverlangt wird. Zweitens springen die aufgeschlagenen Bälle etwas höher auf, als reguläre Aufschläge, was die Schwierigkeit nochmals erhöht. Nach einem Korb Returns wird gewechselt.

Mit Übungen wie den hier beschriebenen machst Du das Training nicht nur abwechslungsreicher, sondern Du verbesserst auf längere Sicht auch Dein Spiel. Also such Dir aus unserer Serie Deine Lieblingsübungen aus und mach Dein Training effektiver!
Autor: Tastenfeuer (CB)
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