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Effektiv trainieren für die Punktspiele
Seit der späten Eröffnung der Tennisanlagen sind vorallem Mannschaftsspieler nun gefordert. Denn es heißt, in nur wenigen Wochen fit zu werden für die wichtigste Zeit der Tennissaison: Die Punktspielrunde. Da bleibt wenig Zeit, intensiv zu trainieren, zumal Tenniscamps im Süden, die viele normalerweise zur Vorbereitung buchen, allesamt ausfallen. Die Alternative sind Trainingscamps mit der Mannschaft auf der eigenen Anlage.  
Trotz Zeitdruck gilt: Langsam beginnen und aufs Wesentliche konzentrieren
Saisonvorbereitungscamps sind bei vielen Mannschaften Pflichtprogramm im April oder Mai. Doch in diesem Jahr sind alle storniert, kein Mannschafts-Camp auf Mallorca, keine Trainingswoche mit dem Club in Kroatien und kein Tenniswochenende im kleinen Kreis in Italien. Alternativ müssen die Punktspieler nun versuchen, auf der eigenen Anlage effektiv, verletzungsfrei und ausreichend zu trainieren. Denn schließlich erfolgte der Start in diesem Jahr später und die Punktspiele sind durch den engen Zeitplan sehr dicht getaktet. Es muss also ein Trainingsplan her, der in kurzer Zeit die wesentlichen Skills für erfolgreiches Sandplatzspiel vermittelt. Idealerweise plant Ihr „Minicamps“ auf der eigenen Anlage, idealerweise natürlich mit dem Clubtrainer. Der ist wegen der katastrophalen Ertragslage der letzten Wochen sicher gerne bereit, auch am Wochenende zu arbeiten und solche Camps mit Euch durchzuführen. Hier die grundsätzlichen Inhalte, die jetzt auf den Trainingsplan gehören.
Rhythmus finden, Beinarbeit verfeinern
Auf Sand sind längere Rallies angesagt. Du musst also mehr laufen, als in der Halle und dazu die nötige Leichtigkeit in die Beine bekommen. Auf Sand kommt ja hinzu, dass der Fuß bei jeder Belastung minimal „einsinkt“ und außerdem solltest Du Dir das spezifische Hineinrutschen in den Ball wieder angewöhnen. Das kombinierst Du am besten mit Rhythmus und Sicherheit der Grundschläge. Ideal dazu sind die Übungsklassiker an der Grundlinie. Das geht zu zweit, zu viert und natürlich auch mit dem Trainer, der den Ball einspielt und Korrekturen vornimmt.

Longline- und Cross-Rallies mit jeweiligem Start aus der Mitte: Beide Spieler starten zu jedem Ball aus der Mitte, müssen als leichtfüßig nach links und rechts laufen.

„Hosenträger“-Training: Ein Spieler spielt Cross, der andere Longline. Ziel sind möglichst lange Ballwechsel, eine ideale Gruppenübung für vier Spieler, die sich abwechseln.
Return – auf Sand der „heimliche Aufschlag“
Auch auf Sand ist ein platzierter, harter Aufschlag eine willkommene Waffe, aber im Clubtennis sind es eher sehr wenige Spieler, die ihre Ass- oder Direktpunktfrequenz des ersten Aufschlags in der Sommersaison stabil halten. Erfahrene Coaches gehen davon aus, dass der erste Aufschlag in seiner Wirkung um bis zu 20 Prozent reduziert wird, sobald er auf einem Sandplatz aufkommt. Entsprechend wichtig ist auf Asche der Return. Denn ein guter Rückschlag versetzt Dich in die Lage, den Ballwechsel frühzeitig zu dirigieren und die lange Rally, die so spezifisch fürs Sandplatztennis ist, auf Wunsch zu vermeiden. Fürs Training heißt dies, dass nun schnelle Returns geübt werden sollten. Dazu stellt sich der Returnspieler (auch und vor allem bei einem guten Aufschläger als Sparringspartner) zum Return auf die Grundlinie oder sogar leicht davor. Beim ersten Aufschlag muss also eine sehr kurze Ausholbewegung erfolgen, um auch dem schnellen Ball noch ein Stück entgegen zugehen und ihn früh zu treffen. Damit adaptierst Du die Aufschlag-Geschwindigkeit und der Aufschläger startet sofort mit dem Problem in den Ballwechsel, dass er seinerseits sehr schnell reagieren muss, um den schnell gespielten Return sicher und lang zurückzuspielen. Eine beliebte Variante: Statistisch sind die Rechtshänder in großer Überzahl, daher spielen viele fortgeschrittene Rechtshänder auf der linken Seite gerne die Inside-Out-Variante. Die Rückhand wird umlaufen und mit der stärkeren Vorhand erfolgt ein schneller Return auf die Rückhand des Aufschlägers. Auch das kann sehr einfach zu zweit oder zu viert in den Trainingsplan aufgenommen werden.
Mit einer Netzerhöhung mehr Topspin erzwingen
Eine weitere Besonderheit beim Sandplatztennis ist der intensivere Topspin. Die langen Rallies kommen ja dadurch zustande, dass typische Sandplatzspieler den Ball erstmal mit viel Topspin im Spiel halten. Um sich auf diese Rallies einlassen zu können, muss also auch Dein Topspin sicherer werden und höher übers Netz fliegen, als beim schnelleren Hallentennis. Dazu solltest Du den Griff leicht modifizieren und tiefer in die Knie gehen, diese beiden Faktoren genügen im Prinzip schon, um Deinen Bällen das gewünschte Plus an Vorwärtsdrall mit auf den Weg zu geben. Um dies konsequent zu trainieren, solltet Ihr für einen Übungskomplex „höherer Topspin“ die Netzkante erhöhen. Das lässt sich ganz einfach mit einem zusätzlichen, höhenverstellbaren und mobilen Netz einrichten, das Ihr direkt hinter dem Netz platziert. Nun müssen die Bälle eine höhere Flugbahn beschreiben, und der klassische flache Ball, den Du in der Halle so erfolgreich gespielt hast, landet jetzt kontinuierlich im Netz. Du bist also gezwungen, höhere Topspins zu schlagen, um im Spiel zu bleiben. Alternativ könnt Ihr auch einfach eine gut sichtbare separate Schnur auf Netzhöhe spannen, die auf einem Niveau von ca. 1,10 Meter bis 1,30 Meter fixiert wird.
Auch wenn der Stopp Intuition benötigt, kannst du ihn trainieren
Der Stoppball ist beim Tennis auf Sand eine veritable Waffe. Durch die weichere Oberfläche des Sandplatzes springt er besonders sanft auf, spielst Du ihn sogar noch mit Rückwärtsdrall, gräbt er sich geradezu in den Platz ein. Auf Sand ist ein gut gespielter Stopp eine gute Möglichkeit, aus einer Rally auszusteigen und den Punktgewinn zu erzwingen. Wenn Dein Gegner stabiler und sicherer spielt, Du also in den langen Rallies das Nachsehen hast, kannst Du mit Stopps den Spielfluss Deines Kontrahenten empfindlich stören und so den Spielverlauf aktiv verändern. Einen effektiven Stopp kannst Du im Prinzip aus beinahe jeder Position einstreuen. Zum Saison-Start solltest Du ihn auf jeden Fall üben, um Dir das Gefühl für den richtigen Touch aus der letzten Freiluftsaison in Erinnerung zu rufen. Eine Trainingsmethode ist, mit dem Partner lange Bälle zu schlagen und den Stopp dann überraschend zu setzen. Deine Partner soll darauf achten, ob er an Deiner Schlagbewegung früh erkennt, dass Du nun einen Stopp spielst. Wenn dem so ist, solltest Du tatsächlich an Deiner Stopp-Technik arbeiten. Zu einem guten Stopp gehört nämlich, dass der Schlagaufbau genauso aussieht, wie bei einem „normalen“ Schlag, Du aber in letzter Millisekunde nicht durchziehst, sondern das Handgelenk einsetzt, das den Ball nur abtropfen lässt.
Last but not Least: Lange, hohe Defensiv-Bälle gehören ins spielerische Gepäck
Hier nochmal das klassische Sandplatz-Duell im Bild: Die Kontrahenten schlagen unzählige lange Bälle in die Nähe der Grundlinie und lauern auf einen kürzeren Ball des Gegners, um diesen dann zu beschleunigen und den Gegner mit Winkelspiel oder einem langen Crossball aus dem Platz zu treiben. Allerdings wird das nicht immer mit einer Netzattacke kombiniert. Wenn Du also im Ablauf der Rally kürzer wirst, musst Du mit einem aggressiven Cross als Antwort rechnen, den Du von außerhalb des Platzes zurückspielen musst. Dazu brauchst Du einen effektiven Defensiv-Ball, der lange in der Luft ist, hoch abspringt und Deinem Gegner nicht gleich eine zusätzliche Möglichkeit gibt, den Druck noch einmal zu erhöhen. Als Antwort ideal ist ein hoher Ball mit viel Topspin, der Dir Zeit verschafft, wieder in die Platzmitte zu kommen. Und der so hoch abspringt, dass der Gegner größte Mühe hat, diesen Ball effektiv zu beschleunigen. Diese defensiven Bälle lassen sich ganz einfach üben, indem Ihr sie (idealerweise mit einem Korb Bälle) wechselseitig trainiert. Der passive Partner spielt lange Crossbälle aus dem Korb, der aktive Partner startet von der Zentralposition, schlägt den Ball hoch und mit Topspin zurück und läuft sofort in die Platzmitte zurück. Klappt der Schlagablauf, können die Defensivbälle natürlich auch wechselseitig trainiert werden.

Diese Trainingsvorschläge können natürlich auch Bestandteil eines selbstorganisierten Tenniscamps auf Eurer Clubanalage sein. Idealerweise besprecht Ihr diese Übungen mit Eurem Trainer, der sicher noch viele Varianten dazu kennt.  
Autor: Tastenfeuer (CB)
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